Wissenswertes über die Haut

Wichtige Fakten, die Ihnen helfen, die Hautschichten zu verstehen

Die Haut ist das größte Organ des Körpers und bedeckt bei einem erwachsenen Menschen eine Oberfläche von ca. 2 qm; ihr Gewicht macht dabei etwa ein Sechstel des gesamten Körpergewichts aus. Die Haut ist aus elastischem Gewebe aufgebaut und etwa 1 bis 4 mm dick. Ihre wesentlichste Funktion besteht darin, den Rest des Körpers vor Wasserverlust und vor den vielen äußeren Einwirkungen zu schützen, denen sie täglich ausgesetzt ist. Um optimalen Schutz gewähren zu können, muss die Haut gesund bleiben.

Die Haut besteht aus 3 Schichten:

Aufbau der Haut

1. Die Oberhaut (Epidermis)

2. Die Lederhaut (Dermis)

3. Die Unterhaut (Subcutis)

 

Sie alle erfüllen wichtige Funktionen, um Sie zu schützen.

 

1. Epidermis: Eine Hornschicht aus toten Zellen, die von der Oberfläche ständig abgestoßen werden. Hier befindet sich die wichtigste Schutzbarriere gegenüber der Umgebung; sie hindert Mikroorganismen daran, in den Körper einzudringen und behindert die Verdunstung von Wasser, so dass die Haut nicht austrocknet. Die Oberhautschicht erzeugt auch Melanin, das die Lederhaut vor den UV-Strahlen der Sonne schützt.

2. Dermis: Eine Bindegewebsschicht, die die Haut stark und elastisch macht. In der Lederhaut befinden sich viele spezielle Gewebe, z.B. Haarbälge, Schweißdrüsen, Talgdrüsen und Sinneszellen, die Druck, Berührung, Kälte, Wärme und Schmerz registrieren. In der Dermis befinden sich auch Kollagen und Elastin, also genau das, was der Haut Stärke und Geschmeidigkeit/Elastizität verleiht, sowie Moleküle, die Wasser in der Lederhaut binden.

3. Subcutis: Fungiert als Wasser- und Blutreservoir. Die Unterhaut enthält eine Fettschicht, die als Isolierung und als Energiespeicher fungiert und vor Stoß und Druck schützt. Gemeinsam mit der Schweißabsonderung bildet der Fettgehalt der Haut eine Art biologischen Säuremantel, der die Haut schützt. Unter normalen Umständen ist die Haut imstande, sich selbst zu schützen.

Schützen Sie Ihre Haut vor äußerer Einwirkung

Die 1 bis 4 mm, die Ihren Körper vor all den Einwirkungen schützen, die täglich auf ihn zukommen, sind nicht ausreichend, wenn wir sie Wind und Wetter, Wasser und Seife, der Arbeit und vielem mehr aussetzen. Deshalb ist es deutlich spürbar, wenn die Haut zu schwer belastet wurde. Ließen wir die Haut in Frieden, ohne sie schädlichen Stoffen auszusetzen, könnte sie sich selbst schützen. Doch die natürliche Schutzfunktion der Haut wird jedes Mal abgebaut, wenn Sie sich die Hände waschen bzw. reinigen, die Haut desinfizieren oder längere Zeit mit Handschuhen arbeiten, in denen die Haut nicht atmen kann.

Ständige, heftige Einwirkungen, z.B. durch die tägliche Arbeit, können ein solches Ungleichgewicht erzeugen, so dass die Haut ihr Gleichgewicht nicht aus eigener Kraft wiederherstellen kann. Die hautschädlichen Stoffe, mit denen die Haut bei der Arbeit in Berührung kommt, umfassen u.a. Wasser, Reinigungsmittel, Staub, Öl usw. und lassen sich in 3 Kategorien einteilen: Wasserbasierte Stoffe, nicht wasserbasierte Stoffe und andere wesentliche Stoffe/Einwirkungen:

Mit einem solchen Ungleichgewicht können Hautprobleme einsetzen. Sie treten als trockene, rauhe und rissige Haut in Erscheinung und können im schlimmsten Fall zu ernsteren, arbeitsbedingten Hautkrankheiten führen.

Beachten Sie jedoch, dass die Haut von Mensch zu Mensch verschieden reagiert und ihre Anfälligkeit sich im Laufe der Zeit ändern kann; deshalb variiert auch die Häufigkeit, mit der Sie Produkte zur Vorbeugung gegen dieses Ungleichgewicht verwenden sollten.

 

 

Eine der anerkanntesten arbeitsbedingten Hautkrankheiten sind Ekzeme; hierbei unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Typen:

  • • Irritatives Kontaktekzem: Ein Ekzem, das nach Kontakt mit Stoffen auftritt, die auf die Haut eine direkte Reizwirkung oder stark entfettende Wirkung ausüben. Dieser Ekzemtyp macht 80 bis 85 % aller Fälle aus. Dieser Ekzemtyp macht 80 bis 85 % aller Fälle aus.
  • Allergisches Kontaktekzem: Ein Ekzem, das aufgrund von Überempfindlichkeit gegen einen bestimmten Stoff entsteht. Dieser Ekzemtyp macht 10 bis 15 % aller Fälle aus.

 

Bei 94 % aller arbeitsbedingten Hautkrankheiten handelt es sich um Ekzeme. Die häufigsten Ekzemursachen sind Seife, Reinigungsmittel und Lebensmittel, weshalb meist auch Beschäftigte in den sogenannten „Feuchtberufen“ Ekzemprobleme haben. Aber Ekzeme können auch durch allergene Stoffe wie Parfüm, Nickel und Konservierungsstoffe verursacht sein. Erstes Anzeichen für ein Handekzem ist trockene Haut, die sich dann rötet und anfangen kann, zu jucken und sich zu schälen. Es können auch flüssigkeitsgefüllte Bläschen, juckende Pickel oder schmerzhafte Risse auftreten. Ekzeme entstehen typischerweise da, wo die Haut dünn ist, z.B. zwischen den Fingern, auf den Knöcheln oder unter einem Fingerring.

Wenn ein Ekzem entstanden ist, sollte man sich damit immer unter ärztliche Aufsicht begeben. In diesem Fall genügt es nicht, weiterhin ein korrektes Handhygiene-Programm anzuwenden, sondern stattdessen müssen andere, meist hormonbasierte Cremes zum Einsatz kommen. Eine korrekte Prozedur der Handhygiene mit den richtigen Produkten kann nur einen Beitrag zur Vorbeugung gegen arbeitsbedingte Hautleiden leisten, sie aber nicht behandeln! Um Ihre Hände sauber und gesund zu halten und sich bestmöglich vor den täglichen Hautbelastungen zu schützen, schaffen Sie bereits eine gute Grundlage, indem Sie:

 

  • Hautpflegeprodukte vor und während der Arbeit benutzen, so dass die Haut im Laufe des Tages nicht austrocknet, sondern geschmeidig und widerstandsfähig bleibt
  • Ihre Hände mit Seifen, Handreinigungsmittel und Handdesinfektion reinigen
  • nach der Arbeit Hautpflegeprodukte benutzen, so dass die natürliche Schutzfunktion der Haut wiederaufgebaut wird

 

Wenn Sie ein korrekt zusammengestelltes Handhygiene-Programm benutzen, ist das die beste Vorbeugung gegen arbeitsbedingte Hautleiden – Hautleiden, die Gesellschaft und Wirtschaft finanziell belasten und für den Betroffenen häufig mit schweren persönlichen und seelischen Belastungen verbunden sind.